Aspidoras raimundi
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Aspidoras raimundi
Klein bleibender, sehr interessanter Schmerlenpanzerwels aus dem Nordosten Brasiliens. Die Art ist aus dem Parnaíba-Becken beschrieben und wird heute außerdem aus weiteren nordostbrasilianischen Flusssystemen wie São Francisco, Tocantins, Acaraú, Coreaú und Jaguaribe geführt. Aspidoras raimundi wirkt im Aquarium unaufdringlich, aber sehr charaktervoll und ist vor allem für Liebhaber kleiner, bodenorientierter Gruppenfische eine schöne Besonderheit. Für die dauerhafte Pflege sind Feinsand, sauberes, gut belüftetes Wasser und ein gut eingelaufenes Aquarium besonders wichtig.
Größe & Erscheinungsbild
Die Tiere bleiben sehr klein und erreichen ungefähr 4 cm, wissenschaftlich sind rund 3,3 cm Standardlänge dokumentiert. Der Körper wirkt kompakt und kurzschnäuzig. Typisch ist eine eher zurückhaltende Grundzeichnung mit einem deutlich dunklen Fleck in der Rückenflosse, während der Körper insgesamt weniger stark kontrastiert wirkt als bei manch anderen Aspidoras-Arten. Gerade diese schlichte, feine Erscheinung macht die Art im Aquarium sehr reizvoll.
Natürlicher Bezug & Herkunft
Aspidoras raimundi stammt aus kleineren Fließgewässern im nordöstlichen Brasilien und ist ausdrücklich aus Bächen bekannt. Damit ist die Art an bodennahe Lebensräume mit feinem Substrat, ruhigen Randzonen und sauberem Wasser angepasst. Für die Aquarienpflege empfiehlt sich deshalb ein naturnah eingerichtetes Becken mit feinem Sand, Wurzeln und geschützten Bereichen.
Verhalten
Die Art ist sehr friedlich, gesellig und klar auf Gruppenhaltung ausgerichtet. Wie andere Aspidoras zeigt auch Aspidoras raimundi ihr natürliches Verhalten am besten in Trupps von mindestens 8–10 Tieren, besser mehr. In der Gruppe wirken die Tiere sicherer, gründeln aktiver und zeigen ein deutlich natürlicheres Sozialverhalten. Gegenüber ruhigen kleinen Beifischen ist die Art gut verträglich. Diese Haltungseinschätzung stützt sich auf die bodenorientierte Lebensweise der Art und das bekannte Verhalten der Gattung.
Aquarienhaltung
Für eine Gruppe ist ein Aquarium ab 60 cm Beckenlänge sinnvoll. Wichtig sind großzügige Sandflächen, ergänzt durch Wurzeln, einige Bereiche mit Laubansammlungen und ruhige Randzonen. Scharfkantiger Kies ist ungeeignet, da Barteln und Maulpartie beim Gründeln verletzt werden können. Eine gute Filterung, saubere Verhältnisse und regelmäßige Wasserwechsel sind für diese kleine Art besonders wichtig.
Wasserparameter
- Temperatur: 20–23 °C
- pH-Wert: 5,8–7,5
- Härte: weich bis mittelhart
Ernährung
Geeignet sind feines, sinkendes Granulat, kleine Bodentabletten sowie kleines Frost- und Lebendfutter wie Artemia, Cyclops, Daphnien oder feine Mückenlarven. Mehrere kleinere Portionen sind meist günstiger als seltene große Fütterungen. Wichtig ist eine gezielte Versorgung am Boden, damit alle Tiere ausreichend Nahrung aufnehmen. Diese Futterempfehlung ist eine sachgerechte Ableitung aus der bodenorientierten Lebensweise und der geringen Körpergröße der Art.
Fortpflanzung
Spezifische, gut dokumentierte Zuchtberichte sind öffentlich nur begrenzt verfügbar. Wie bei anderen Aspidoras ist jedoch von der typischen T-Stellung und an glatte Flächen oder geeignetes Substrat gehefteten Eiern auszugehen. Für einen späteren Zuchtansatz sind sehr sauberes, sauerstoffreiches Wasser, gute Konditionierung der Elterntiere und feines Aufzuchtfutter für die Jungfische entscheidend. Diese Einschätzung ist eine vorsichtige Ableitung aus der Gattungszugehörigkeit.
- Maximale Größe: ca. 4 cm
- Herkunft: Nordost-Brasilien, vor allem Parnaíba-Becken sowie angrenzende Flusssysteme
- Besonderheiten: sehr klein bleibende Art; feine, eher schlichte Zeichnung mit markantem dunklem Rückenflossenfleck; friedlicher Gruppenfisch für ruhige, gut strukturierte Aquarien. Einer der wenigen Panzwerwelse die auch mit Kies zurecht kommen.
Steckbrief zum Aspidoras raimundi
| Herkunftsland | |
|---|---|
| Länge in cm | |
| Nahrung | |
| Schwarmgröße | |
| Aufenthaltsbereich | |
| Temperatur in °C | |
| Wildfang oder Nachzucht? | |
| Größe der Tiere |
