Macrognathus pancalus
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Macrognathus pancalus (ehemals Mastacembelus pancalus)
Macrognathus pancalus ist ein vergleichsweise klein bleibender Stachelaal aus Südasien. Die Art wird im Handel teilweise noch unter der älteren Bezeichnung Mastacembelus pancalus geführt. Mit seinem langgestreckten Körper, der spitzen Schnauze und der feinen dunklen Zeichnung ist dieser Stachelaal ein außergewöhnlicher Aquarienbewohner. Die Tiere sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv und verbringen einen Teil des Tages versteckt oder teilweise im Bodengrund eingegraben.
Größe & Erscheinungsbild
Adulte Macrognathus pancalus erreichen etwa 15–20 cm Körperlänge und bleiben damit deutlich kleiner als viele andere im Handel angebotene Stachelaale.
Der Körper ist langgestreckt und aalartig. Charakteristisch sind die spitz ausgezogene Schnauze und die kleinen einzelnen Rückenflossenstacheln vor der eigentlichen Rückenflosse.
Die Grundfärbung reicht von beige und hellbraun bis graubraun. Entlang des Körpers befinden sich dunklere Flecken, Linien und unregelmäßige Zeichnungselemente, die den Tieren eine gute Tarnung auf sandigem oder schlammigem Untergrund ermöglichen.
Natürlicher Lebensraum & Herkunft
Macrognathus pancalus stammt aus Südasien und ist unter anderem aus Pakistan, Indien und Bangladesch bekannt. Auch aus Nepal liegen Nachweise vor.
Die Tiere bewohnen vor allem langsam fließende und flache Gewässer der Ebenen. Sie kommen unter anderem in Flüssen, Bächen, Kanälen, Teichen, Überschwemmungsflächen und anderen ruhigen Gewässerbereichen vor.
Der Bodengrund besteht in diesen Lebensräumen häufig aus Sand, Schlamm und feinem Sediment, in das sich die Tiere teilweise eingraben können.
Lebensweise & Sozialverhalten
Macrognathus pancalus ist ein überwiegend bodenorientierter und besonders in der Dämmerung aktiver Fisch. Tagsüber halten sich die Tiere gerne zwischen Wurzeln, Pflanzen oder anderen Verstecken auf oder graben sich teilweise in den Bodengrund ein.
Gegenüber ähnlich großen, friedlichen Fischen ist die Art normalerweise gut verträglich. Sehr kleine Fische, Fischbrut und kleine Garnelen können jedoch als Nahrung betrachtet werden.
Mit aggressiven oder sehr hektischen Arten sollten Stachelaale nicht vergesellschaftet werden. Besonders während der Fütterung ist darauf zu achten, dass die eher zurückhaltenden Tiere ausreichend Nahrung bekommen.
Aquarienhaltung
Für Macrognathus pancalus ist ein Aquarium ab etwa 100 cm Beckenlänge empfehlenswert. Trotz der vergleichsweise geringen Endgröße benötigen die Tiere ausreichend Bodenfläche und zahlreiche Rückzugsmöglichkeiten.
Ein weicher Sandboden ist besonders wichtig, da sich Stachelaale gerne teilweise eingraben. Scharfkantiger Kies sollte vermieden werden, da er zu Verletzungen der empfindlichen Haut führen kann.
Wurzeln, Steine, Höhlen und eine dichte Randbepflanzung schaffen zusätzliche Verstecke. Gleichzeitig sollten einige freie Bodenbereiche vorhanden sein.
Das Aquarium muss sehr gut abgedeckt sein. Stachelaale sind ausgezeichnete Ausbruchskünstler und können selbst kleine Öffnungen an Kabeln, Schläuchen oder Filterleitungen finden.
Eine gute Filterung, regelmäßige Wasserwechsel und eine ausreichende Sauerstoffversorgung sind wichtig.
Wasserparameter
- Temperatur: 23–28 °C
- pH-Wert: 6,0–7,5
- Härte: weich bis mittelhart
Ernährung
Macrognathus pancalus ernährt sich überwiegend von tierischer Nahrung. Besonders gerne werden kleine Krebstiere, Insektenlarven, Würmer und andere wirbellose Tiere aufgenommen.
Im Aquarium können hochwertige sinkende Trockenfutter und feines bis mittleres Granulat angeboten werden. Nicht jedes Tier nimmt Trockenfutter von Anfang an zuverlässig an, weshalb eine abwechslungsreiche Fütterung besonders wichtig ist.
Regelmäßig sollten Frostfutter wie Artemia, Mückenlarven, Krill oder Muschelfleisch sowie geeignetes Lebendfutter wie kleine Würmer und Insektenlarven angeboten werden.
Da die Tiere besonders in der Dämmerung aktiv werden, empfiehlt sich eine gezielte Fütterung am Abend.
Besonderheiten
Macrognathus pancalus gehört zu den kleineren Stachelaalen und ist deshalb für die Aquarienhaltung deutlich besser geeignet als viele groß werdende Vertreter dieser Fischgruppe.
Besonders wichtig sind ein weicher Sandboden, ausreichend Versteckmöglichkeiten und eine absolut sichere Abdeckung des Aquariums. Die Tiere können sich vollständig oder teilweise in den Bodengrund eingraben und erscheinen deshalb manchmal über längere Zeit kaum sichtbar.
Stachelaale sollten nicht als Resteverwerter betrachtet werden. Sie benötigen eine gezielte Fütterung mit hochwertigem Trockenfutter sowie regelmäßig Frost- und Lebendfutter.
- Maximale Größe: ca. 18–20 cm
- Herkunft: Südasien, insbesondere Pakistan, Indien und Bangladesch
- Besonderheiten: vergleichsweise klein bleibender Stachelaal, dämmerungsaktiv, gräbt sich gerne in Sand ein, benötigt viele Verstecke und ein absolut ausbruchsicher abgedecktes Aquarium
Steckbrief zum Macrognathus pancalus
| Herkunftsland | |
|---|---|
| Länge in cm | |
| Nahrung | |
| Schwarmgröße | |
| Aufenthaltsbereich | |
| Temperatur in °C | |
| Wildfang oder Nachzucht? | |
| Größe der Tiere |
