Lophiosilurus alexandri
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Lophiosilurus alexandri – Pacman-Wels
Lophiosilurus alexandri ist ein außergewöhnlicher groß werdender Raubwels aus dem Rio-São-Francisco-System in Brasilien. Charakteristisch sind der extrem breite und abgeflachte Kopf, das riesige Maul und die perfekte Tarnfärbung. Die Tiere verbringen einen großen Teil ihrer Zeit ruhig auf dem Bodengrund und warten dort auf vorbeischwimmende Beute. Durch diese ungewöhnliche Lebensweise erinnert Lophiosilurus alexandri optisch und vom Jagdverhalten etwas an die asiatischen Chaca-Welse.
Größe & Erscheinungsbild
Adulte Lophiosilurus alexandri können etwa 60–70 cm Körperlänge erreichen, wissenschaftlich sind Exemplare von über 70 cm dokumentiert. Damit gehört die Art zu den sehr großen Aquarienwelsen und benötigt langfristig entsprechend viel Platz.
Der Körper ist kräftig und nach vorne stark abgeflacht. Besonders auffällig ist der enorme, breite Kopf mit einem sehr großen Maul. Die Augen sind dagegen vergleichsweise klein.
Die Grundfärbung reicht von sandfarben über Beige bis zu verschiedenen Braun- und Grautönen. Zahlreiche dunklere Flecken und unregelmäßige Zeichnungselemente sorgen dafür, dass die Tiere auf Sand und zwischen Steinen hervorragend getarnt sind.
Natürlicher Lebensraum & Herkunft
Lophiosilurus alexandri stammt aus Brasilien und ist ursprünglich im Rio-São-Francisco-Flusssystem verbreitet.
Die Tiere leben überwiegend bodenorientiert und nutzen ihre hervorragende Tarnung, um nahezu bewegungslos auf Beute zu warten. Sandige und strukturreiche Gewässerbereiche bieten ihnen ideale Bedingungen.
Im Aquarium sollte ausreichend freie Bodenfläche vorhanden sein. Ein sandiger Bodengrund sowie größere Wurzeln und stabile Steinaufbauten eignen sich besonders gut.
Lebensweise & Sozialverhalten
Der Pacman-Wels ist ein ausgeprägter Lauerjäger. Er schwimmt seiner Beute normalerweise nicht über längere Strecken hinterher, sondern wartet gut getarnt am Bodengrund, bis ein geeigneter Fisch oder anderes Beutetier in Reichweite kommt.
Dabei darf die Größe seines Mauls keinesfalls unterschätzt werden. Auch relativ große und schlanke Fische können gefressen werden. Eine Vergesellschaftung ist daher ausschließlich mit ausreichend großen, robusten und friedlichen Fischen sinnvoll, die nicht als Beute betrachtet werden können.
Gegenüber Fischen, die eindeutig zu groß zum Fressen sind, verhält sich Lophiosilurus alexandri meist vergleichsweise ruhig. Kleine und mittelgroße Fische sind als Mitbewohner jedoch ungeeignet.
Aquarienhaltung
Aufgrund der enormen Endgröße ist Lophiosilurus alexandri ausschließlich für sehr große Aquarien geeignet. Für ausgewachsene Tiere sollte langfristig ein Aquarium ab etwa 200 cm Beckenlänge eingeplant werden, wobei deutlich größere Becken besonders bei der Vergesellschaftung vorzuziehen sind.
Ein weicher Sandboden eignet sich besonders gut, da die Tiere einen großen Teil ihrer Zeit direkt auf dem Bodengrund verbringen und sich teilweise leicht eingraben beziehungsweise mit dem Untergrund tarnen.
Große Wurzeln, stabile Steinaufbauten und schattige Bereiche schaffen zusätzliche Rückzugsmöglichkeiten. Gleichzeitig muss genügend freie Bodenfläche vorhanden bleiben.
Aufgrund der Größe und der entsprechend großen Futtermengen sind eine sehr leistungsfähige Filterung und regelmäßige größere Wasserwechsel notwendig. Eine gute Sauerstoffversorgung sollte ebenfalls gewährleistet sein.
Wasserparameter
- Temperatur: 22–27 °C
- pH-Wert: 6,0–7,2
- Härte: weich bis mittelhart
Ernährung
Lophiosilurus alexandri ist ein ausgeprägter Fleischfresser und benötigt eine proteinreiche, abwechslungsreiche Ernährung.
Gut eingewöhnte Tiere können hochwertige sinkende Trockenfutter und große Granulate für carnivore Welse und Raubfische annehmen.
Besonders geeignet sind Frostfutter wie Muschelfleisch, Garnelen, Krill und größere Fischstücke. Auch geeignetes Lebendfutter wie Regenwürmer, größere Insektenlarven und Krebstiere wird gerne gefressen.
Eine abwechslungsreiche Fütterung mit hochwertigem Trockenfutter beziehungsweise Granulat, Frostfutter und geeignetem Lebendfutter ist empfehlenswert. Aufgrund der eher ruhigen Lebensweise sollte darauf geachtet werden, adulte Tiere nicht dauerhaft zu stark zu füttern.
Besonderheiten
Lophiosilurus alexandri gehört durch seinen extrem breiten Kopf und das riesige Maul zu den außergewöhnlichsten südamerikanischen Raubwelsen. Sein typisches Jagdverhalten besteht darin, nahezu bewegungslos und hervorragend getarnt am Boden zu warten und Beutetiere blitzartig einzusaugen.
Jungtiere wirken häufig noch relativ klein und unscheinbar. Die spätere Endgröße von bis zu rund 70 cm und das enorme Maul müssen jedoch bereits beim Kauf berücksichtigt werden.
Die Art ist kein geeigneter Wels für ein gewöhnliches Gesellschaftsaquarium. Kleinere Mitbewohner werden früher oder später als Nahrung betrachtet. Für erfahrene Halter mit entsprechend großen Aquarien ist Lophiosilurus alexandri jedoch ein äußerst faszinierender und ungewöhnlicher Raubwels.
- Maximale Größe: ca. 70 cm
- Herkunft: Rio-São-Francisco-Flusssystem, Brasilien
- Besonderheiten: außergewöhnlicher bodenorientierter Lauerjäger mit extrem großem Maul, frisst auch relativ große Fische, benötigt langfristig ein sehr großes Aquarium
Steckbrief zum Lophiosilurus alexandri
| Aufenthaltsbereich | |
|---|---|
| Herkunftsland | |
| Größe der Tiere | |
| Länge in cm | |
| Nahrung | |
| Schwarmgröße | |
| Temperatur in °C | |
| Wildfang oder Nachzucht? |
