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Puderflecken - Antennenwels -

Ancistrus sp. L-100

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Ancistrus sp. L100 / LDA75 – Puderflecken-Antennenwels

Ancistrus sp. L100, auch als LDA75 oder Puderflecken-Antennenwels bekannt, ist ein seltener Ancistrus aus dem brasilianischen Rio Xingu. Charakteristisch sind der sehr flache Körper und die zahlreichen winzigen hellen Punkte, die sich wie feiner Puder über den dunklen Körper verteilen.

Der echte L100 ist im Handel vergleichsweise selten und sollte nicht mit verschiedenen gröber gepunkteten Ancistrus-Formen verwechselt werden, die gelegentlich ebenfalls unter dieser L-Nummer angeboten werden.

Größe & Erscheinungsbild

Ancistrus sp. L100 erreicht etwa 12–15 cm Gesamtlänge.

Der Körper ist ungewöhnlich flach und kräftig gebaut. Auffällig sind außerdem das große Saugmaul und die relativ großen Augen.

Die Grundfärbung reicht von dunkelgrau und graubraun bis beinahe schwarz. Darüber liegen zahlreiche sehr kleine weiße bis cremefarbene Punkte, die wesentlich feiner ausfallen als bei vielen anderen gepunkteten Ancistrus-Arten.

Gerade diese feine „Puderzeichnung“ hat zu der deutschen Bezeichnung Puderflecken-Antennenwels geführt.

Geschlechtsreife Männchen entwickeln die für Ancistrus typischen Tentakel auf der Schnauze. Bei L100 bleiben diese allerdings vergleichsweise kurz und wirken meist weniger ausgeprägt als bei vielen anderen Antennenwelsen.

Weibchen besitzen keine oder nur kleine Tentakel am Schnauzenrand und werden im Bauchbereich meist etwas kräftiger.

Natürlicher Lebensraum & Herkunft

Ancistrus sp. L100 stammt aus Brasilien, genauer aus dem Rio Xingu im Bereich von Altamira im Bundesstaat Pará.

Der Rio Xingu ist einer der großen südlichen Zuflüsse des Amazonas und gehört zu den bekanntesten Klarwasserflüssen Südamerikas. Besonders im Bereich um Altamira wechseln felsige Abschnitte, Stromschnellen und strömungsreiche Bereiche miteinander ab.

L100 ist an diese warmen und sauerstoffreichen Bedingungen angepasst.

Die Tiere halten sich bevorzugt an Steinen, Felsen und in Spalten auf, wo sie mit ihrem großen Saugmaul auch bei stärkerer Wasserbewegung sicheren Halt finden und Oberflächen nach Aufwuchs und Nahrung absuchen können.

Bis heute wurde L100 keiner wissenschaftlich beschriebenen Ancistrus-Art eindeutig zugeordnet und wird daher weiterhin korrekt als Ancistrus sp. L100 geführt.

Lebensweise & Sozialverhalten

Ancistrus sp. L100 ist gegenüber anderen Fischarten normalerweise friedlich.

Unter Artgenossen können besonders adulte Männchen territorial werden. Geeignete Höhlen und bevorzugte Verstecke werden gegenüber anderen Männchen verteidigt.

Eine Gruppenhaltung ist dennoch gut möglich, wenn ausreichend Platz und deutlich mehr Verstecke beziehungsweise Höhlen als Tiere vorhanden sind.

Mit friedlichen Salmlern, Buntbarschen und anderen Fischen, die ebenfalls warmes Wasser vertragen, lässt sich L100 normalerweise problemlos vergesellschaften.

Aquarienhaltung

Für ein einzelnes Tier oder ein Paar empfehlen wir ein Aquarium ab etwa 100 cm Beckenlänge. Bei mehreren adulten Tieren sollte entsprechend mehr Grundfläche vorhanden sein.

Das Aquarium sollte mit Steinen, Wurzeln und zahlreichen Höhlen gut strukturiert werden.

Besonders wichtig sind eine gute Filterung, ausreichende Wasserbewegung und eine hohe Sauerstoffversorgung. Aufgrund der hohen Haltungstemperaturen sollte auf eine kräftige Oberflächenbewegung beziehungsweise zusätzliche Belüftung geachtet werden.

Regelmäßige Wasserwechsel und eine geringe organische Belastung sind für eine langfristige erfolgreiche Haltung besonders wichtig.

Als Bodengrund eignen sich feiner Sand oder abgerundeter Kies.

Wasserparameter

  • Temperatur: 26–30 °C
  • pH-Wert: 5,5–7,5
  • Härte: weich bis mittelhart

Besonders wichtig sind warmes, sauberes und sauerstoffreiches Wasser sowie möglichst stabile Bedingungen.

Ernährung

Ancistrus sp. L100 ernährt sich überwiegend von Aufwuchs und pflanzlicher Nahrung.

Als Grundfutter eignen sich hochwertige Welsfuttertabletten, Trockenfutter und Granulate mit einem hohen pflanzlichen Anteil sowie Spirulina- und Algenfutter.

Ergänzend können Gemüse wie Zucchini, Kürbis oder andere geeignete pflanzliche Futtermittel angeboten werden.

Auch tierische Nahrung wird aufgenommen. Frostfutter wie Artemia, Cyclops und Mückenlarven sowie geeignetes Lebendfutter können deshalb regelmäßig in kleineren Mengen ergänzt werden.

Eine abwechslungsreiche Ernährung aus pflanzlich orientiertem Trockenfutter beziehungsweise Granulat, Frostfutter und gelegentlichem Lebendfutter ist ideal.

L100 sollte wie alle Harnischwelse gezielt gefüttert werden und ist kein „Aquarienreiniger“, der ausschließlich von Algen und Futterresten leben kann.

Besonderheiten

L100 wurde bereits 1992 für die Aquaristik vorgestellt und erhielt später zusätzlich die Bezeichnung LDA75.

Trotz der langen Bekanntheit ist die Form bis heute wissenschaftlich nicht beschrieben worden.

Besondere Aufmerksamkeit sollte der richtigen Identifikation gelten. Der echte L100 besitzt eine ausgesprochen feine weiße Punktzeichnung. Gröber gepunktete Ancistrus-Formen werden im Handel gelegentlich ebenfalls unter der Bezeichnung L100 angeboten, entsprechen aber nicht den ursprünglich vorgestellten Tieren.

L100 ist außerdem deutlich seltener im Handel zu finden als viele andere Ancistrus-Arten.

Wie andere Ancistrus ist auch L100 ein Höhlenbrüter. Das Weibchen legt die Eier in einer engen Höhle ab. Anschließend übernimmt das Männchen die Brutpflege und bewacht sowie befächelt das Gelege bis zum Schlupf beziehungsweise bis die Jungfische ihren Dottersack weitgehend verbraucht haben.

  • Maximale Größe: ca. 12–15 cm
  • Herkunft: Rio Xingu bei Altamira, Pará, Brasilien
  • Besonderheiten: wissenschaftlich noch unbeschriebener Ancistrus, sehr feine weiße „Puderflecken“, ausgesprochen flacher Körper, L100 = LDA75, warmes und sauerstoffreiches Wasser erforderlich

Steckbrief zum Ancistrus sp. L-100

Herkunftsland

Länge in cm

Nahrung

, ,

Schwarmgröße

Aufenthaltsbereich

Temperatur in °C

Wildfang oder Nachzucht?

Größe der Tiere