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Aspidoras spec. Teles Pires

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Aspidoras spec. Teles Pires

Noch unbeschriebene Aspidoras-Form aus Brasilien aus dem oberen Rio Teles Pires. Die Tiere fallen für einen Aspidoras durch ihre ungewöhnliche Zeichnung besonders auf. Auffällig ist der markante Mittelstreifen, der sich vom Kiemendeckel bis zur Schwanzflosse zieht. Anfang 2025 gelang der Import der Wildfänge, allerdings kamen damals nur sehr wenige Tiere an. Umso erfreulicher ist es, dass nun die ersten Nachzuchten verfügbar sind und diese besondere Form damit dem Hobby zugänglich gemacht wurde.

Größe & Erscheinungsbild

Die Tiere werden etwa 4,5 cm groß und bleiben damit relativ klein. Der Körper wirkt kompakt, aber dennoch fein proportioniert. Besonders charakteristisch ist der klare, durchgehende Längsstreifen in der Körpermitte, der dieser Form ein sehr markantes Erscheinungsbild verleiht. Gerade für Aspidoras ist diese Zeichnung eher ungewöhnlich und macht die Tiere im Aquarium besonders attraktiv.

Natürlicher Bezug & Herkunft

Die Form stammt aus Brasilien aus dem oberen Rio Teles Pires. Die Tiere bewohnen dort bodennahe Lebensräume mit feinem Substrat, Wurzeln, eingetragenem Pflanzenmaterial und ruhigen bis mäßig strömenden Bereichen. Für die Aquarienpflege empfiehlt sich deshalb ein naturnah eingerichtetes Becken mit weichem Bodengrund, geschützten Zonen und sauberem, gut belüftetem Wasser.

Verhalten

Sehr friedlicher, geselliger Bodenfisch, der in einer Gruppe gepflegt werden sollte. Wie andere Aspidoras zeigt auch diese Form ihr natürliches Verhalten am besten in Trupps von mindestens 8–10 Tieren, besser mehr. In der Gruppe wirken die Tiere sicherer, gründeln aktiver und zeigen ein deutlich natürlicheres Sozialverhalten. Gegenüber ruhigen Beifischen ist die Form gut verträglich.

Aquarienhaltung

Für eine Gruppe ist ein Aquarium ab 60 cm Beckenlänge sinnvoll. Wichtig sind großzügige Sandflächen, ergänzt durch Wurzeln, einige Bereiche mit Laubansammlungen und ruhige Randzonen. Scharfkantiger Kies ist ungeeignet, da Barteln und Maulpartie beim Gründeln verletzt werden können. Eine gute Filterung, saubere Verhältnisse und regelmäßige Wasserwechsel sind für diese Form besonders wichtig.

Wasserparameter

  • Temperatur: 24–26 °C
  • pH-Wert: 6,0–7,2
  • Härte: weich bis mittelhart

Ernährung

Geeignet sind feines, sinkendes Granulat, hochwertige Bodentabletten sowie kleines Frost- und Lebendfutter wie Artemia, Cyclops, Daphnien oder feine Mückenlarven. Mehrere kleinere Portionen sind meist günstiger als seltene große Fütterungen. Wichtig ist eine gezielte Versorgung am Boden, damit alle Tiere ausreichend Nahrung aufnehmen.

Fortpflanzung

Mit den nun gelungenen ersten Nachzuchten zeigt sich, dass diese Form bei passenden Bedingungen auch im Aquarium vermehrt werden kann. Wie bei anderen Aspidoras ist dabei von der typischen T-Stellung und an glatte Flächen oder geeignetes Substrat gehefteten Eiern auszugehen. Für eine erfolgreiche Vermehrung sind sehr sauberes, sauerstoffreiches Wasser, eine gute Konditionierung der Elterntiere und feines Aufzuchtfutter für die Jungfische besonders wichtig.

  • Maximale Größe: ca. 4,5 cm
  • Herkunft: Brasilien, oberer Rio Teles Pires
  • Besonderheiten: noch unbeschriebene Form ohne CW-Nummer; für Aspidoras ungewöhnliche Zeichnung mit markantem Mittelstreifen vom Kiemendeckel bis zur Schwanzflosse; erste Nachzuchten nach sehr kleinem Wildfangimport Anfang 2025 verfügbar

Steckbrief zum Aspidoras spec. Teles Pires

Aufenthaltsbereich

Größe der Tiere

Herkunftsland

Länge in cm

Nahrung

, ,

Schwarmgröße

Temperatur in °C

Wildfang oder Nachzucht?