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Garra congoensis

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Garra congoensis – Kongo-Saugbarbe

Garra congoensis ist ein interessanter und ausgesprochen aktiver Karpfenfisch aus den schnell fließenden Gewässern des unteren Kongos. Die Tiere besitzen eine spezielle Haftstruktur an der Unterseite des Kopfes, mit der sie sich auch bei kräftiger Strömung an Steinen und anderen Oberflächen festhalten können. Die Kongo-Saugbarbe ist ein geselliger, robuster Fisch, der besonders in einer kleinen Gruppe und in einem strömungsreichen Aquarium ein sehr interessantes Verhalten zeigt.

Größe & Erscheinungsbild

Adulte Garra congoensis erreichen etwa 8–10 cm Körperlänge. Der Körper ist langgestreckt und kräftig gebaut und eignet sich hervorragend für das Leben in stärker strömendem Wasser.

Die Grundfärbung ist überwiegend grau bis bräunlich und kann je nach Stimmung und Umgebung heller oder dunkler erscheinen. Die Flossen sind meist transparent bis leicht gelblich oder orange getönt.

Charakteristisch ist die Haftstruktur auf der Unterseite des Kopfes, mit deren Hilfe sich die Tiere auf Steinen, Wurzeln und anderen festen Oberflächen selbst bei kräftiger Wasserbewegung halten können.

Natürlicher Lebensraum & Herkunft

Garra congoensis stammt aus dem unteren Kongosystem in der Demokratischen Republik Kongo. Die Art ist unter anderem aus den Stromschnellen bei Regina Falls und Kinsuka bekannt und lebt besonders häufig in schnell fließenden Nebenbächen und Stromschnellen.

Die natürlichen Lebensräume sind durch kräftige Strömung, einen hohen Sauerstoffgehalt und steinige beziehungsweise felsige Untergründe geprägt. Auf den zahlreichen Steinen und anderen Oberflächen bildet sich Aufwuchs, der von den Tieren regelmäßig abgeweidet wird.

Im Aquarium sollte dieser Lebensraum mit Steinen, Wurzeln, freien Bodenflächen und einer deutlichen Wasserbewegung nachgebildet werden.

Lebensweise & Sozialverhalten

Garra congoensis ist ein sehr aktiver und geselliger Fisch. Die Tiere sollten vorzugsweise in einer kleinen Gruppe von mindestens fünf bis sechs Exemplaren gehalten werden.

Innerhalb der Gruppe kommt es regelmäßig zu Verfolgungsjagden und kleinen Rangordnungskämpfen. Bei ausreichend Platz und Struktur sind diese normalerweise harmlos und gehören zum natürlichen Sozialverhalten.

Gegenüber anderen Fischarten ist die Kongo-Saugbarbe grundsätzlich friedlich. Geeignet sind robuste, aktive Fische mit ähnlichen Ansprüchen an Strömung und Sauerstoffversorgung. Sehr ruhige oder empfindliche Arten sind weniger geeignet, da Garra congoensis besonders während der Fütterung ausgesprochen schnell und durchsetzungsfähig sein kann.

Aquarienhaltung

Für eine kleine Gruppe ist ein Aquarium ab etwa 100 cm Beckenlänge empfehlenswert. Die Tiere sind ausgesprochen schwimmfreudig und sollten trotz ihrer moderaten Endgröße nicht in zu kleinen Aquarien gehalten werden.

Die Einrichtung sollte sich an einem Flussaquarium orientieren. Größere abgerundete Steine, Kies, Sand und stabile Wurzeln eignen sich sehr gut. Gleichzeitig sollte ausreichend freie Schwimmfläche vorhanden sein.

Besonders wichtig sind eine kräftige Filterung, deutliche Strömung und eine gute Sauerstoffversorgung. Regelmäßige Wasserwechsel und eine geringe organische Belastung kommen der Art ebenfalls entgegen.

Das Aquarium sollte gut abgedeckt sein, da die Tiere sehr aktiv sind und auch an Scheiben und Einrichtungsgegenständen weit nach oben klettern können.

Wasserparameter

  • Temperatur: 22–26 °C
  • pH-Wert: 6,5–7,5
  • Härte: weich bis mittelhart, auch etwas härteres Wasser wird vertragen

Ernährung

Garra congoensis ist ein Allesfresser. Die Tiere weiden regelmäßig Biofilm und Algenaufwuchs von Steinen, Wurzeln und Aquarienscheiben ab, ernähren sich jedoch keineswegs ausschließlich von Algen.

Als Grundfutter eignen sich hochwertige Flockenfutter, sinkendes Trockenfutter und Granulat sowie Spirulina-Futter und pflanzliche Futtertabletten.

Ergänzend sollten regelmäßig Frostfutter wie Artemia, Mückenlarven, Daphnien und Krill sowie geeignetes Lebendfutter angeboten werden. Besonders tierisches Futter wird von den Tieren sehr gierig angenommen.

Eine abwechslungsreiche Ernährung mit Trockenfutter beziehungsweise Granulat, pflanzlichen Bestandteilen, Frostfutter und Lebendfutter ist ideal.

Besonderheiten

Garra congoensis ist kein reiner Algenfresser oder „Putzerfisch“. Zwar werden Algenbeläge und Biofilm regelmäßig abgeweidet, gleichzeitig nehmen die Tiere jedoch ausgesprochen gerne tierische Nahrung auf und benötigen eine gezielte, abwechslungsreiche Fütterung.

Besonders interessant ist die Anpassung an stark strömende Gewässer. Mithilfe ihrer Haftstruktur können sich die Tiere auf Steinen und anderen Oberflächen festhalten und dort auch bei kräftiger Wasserbewegung nach Nahrung suchen.

In einer größeren Gruppe zeigen Kongo-Saugbarben ein sehr lebhaftes Sozialverhalten und sind fast ständig in Bewegung. Aufgrund dieser Aktivität sollte trotz der Endgröße von nur etwa 10 cm ausreichend Schwimmraum zur Verfügung stehen.

  • Maximale Größe: ca. 10 cm
  • Herkunft: Unteres Kongosystem, Demokratische Republik Kongo
  • Besonderheiten: sehr aktive und gesellige Kongo-Saugbarbe, an starke Strömung angepasst, benötigt hohe Sauerstoffversorgung, frisst Aufwuchs ebenso wie tierische Nahrung und sollte nicht als reiner Algenfresser betrachtet werden

Steckbrief zum Garra congoensis

Aufenthaltsbereich

Größe der Tiere

Herkunftsland

Länge in cm

Nahrung

, ,

Schwarmgröße

Temperatur in °C

Wildfang oder Nachzucht?