1
Einfach
Paradiesschnecke -

Marisa cornuarietis

€ 3,90 inkl. MwSt.

zzgl. Versandgebühren

bei uns vorrätig | Lieferzeit 1-2 Werktage


15 vorrätig

Marisa cornuarietis – Paradiesschnecke

Marisa cornuarietis, die Paradiesschnecke, ist eine große südamerikanische Süßwasserschnecke aus der Familie der Apfelschnecken (Ampullariidae). Durch ihr flach aufgerolltes Gehäuse erinnert sie auf den ersten Blick an eine große Posthornschnecke, ist mit den klassischen Posthornschnecken jedoch nicht näher verwandt.

Besonders wichtig für die Aquarienhaltung: Marisa cornuarietis ist ein ausgesprochen starker Pflanzenfresser. Gesunde Wasserpflanzen werden aktiv gefressen und können innerhalb kurzer Zeit stark beschädigt oder vollständig abgeweidet werden. Für ein klassisches Pflanzenaquarium ist diese Schnecke daher nicht geeignet.

Größe & Erscheinungsbild

Das Gehäuse erreicht meist etwa 4–5 cm Durchmesser, sehr große Tiere können ungefähr 5–6 cm erreichen.

Charakteristisch ist das flache, scheibenförmig aufgerollte Gehäuse.

Die Naturform besitzt eine gelbliche bis braune Grundfärbung mit mehreren dunklen braunen bis schwarzen Spiralbändern.

Daneben existieren gelbe bis goldfarbene Aquarienformen, bei denen die dunklen Streifen teilweise stark reduziert sind oder vollständig fehlen.

Wie andere Apfelschnecken besitzt Marisa cornuarietis sowohl Kiemen als auch eine Lunge und kann dadurch auch mit zeitweise sauerstoffärmeren Bedingungen umgehen.

Natürlicher Lebensraum & Herkunft

Marisa cornuarietis stammt aus den tropischen Gebieten Mittel- und Südamerikas.

Das natürliche Verbreitungsgebiet umfasst vor allem das nördliche Südamerika mit Teilen von Kolumbien, Venezuela, Guyana, Suriname und Französisch-Guayana sowie Bereiche des Amazonasgebietes in Brasilien, Bolivien und Peru. Auch Trinidad und Tobago gehören zum natürlichen beziehungsweise historischen Verbreitungsgebiet.

Die Tiere leben überwiegend in warmen, langsam fließenden bis stehenden Süßgewässern.

Typische Lebensräume sind Sümpfe, Kanäle, Seen, langsam fließende Flüsse und stark mit Wasserpflanzen bewachsene Uferbereiche.

Gerade der große Bestand an Wasserpflanzen stellt dabei eine wichtige natürliche Nahrungsquelle dar.

Lebensweise & Sozialverhalten

Marisa cornuarietis ist gegenüber Fischen und anderen friedlichen Aquarienbewohnern grundsätzlich unproblematisch.

Die Tiere verbringen einen großen Teil des Tages mit der Nahrungssuche und wandern dabei über Bodengrund, Wurzeln, Steine, Scheiben und Pflanzen.

Sie fressen Algenbeläge, abgestorbenes organisches Material und Futterreste, beschränken sich aber keinesfalls darauf.

Besonders wichtig: Auch gesunde und kräftige Wasserpflanzen gehören ganz selbstverständlich zum Nahrungsspektrum.

Aquarienhaltung

Für die Haltung sollte ein ausreichend großes Aquarium mit guter Filterung zur Verfügung stehen.

Auf eine aufwendige Bepflanzung sollte besser verzichtet werden. Besonders weichblättrige Pflanzen werden meist sehr schnell gefressen, aber auch robustere Pflanzen können beschädigt werden.

Wer Marisa cornuarietis pflegt, sollte deshalb davon ausgehen, dass nahezu jede erreichbare Wasserpflanze als Nahrung betrachtet werden kann.

Wurzeln, Steine und andere robuste Einrichtungsgegenstände sind wesentlich besser geeignet.

Das Wasser sollte nicht zu weich sein. Ausreichend Calcium und andere Mineralstoffe sind für den Aufbau eines kräftigen und gesunden Gehäuses wichtig.

Wasserparameter

  • Temperatur: ca. 22–28 °C
  • pH-Wert: ca. 7,0–8,0
  • Härte: mittelhart bis hart und mineralreich

Sehr weiches und saures Wasser ist aufgrund der Gefahr von Gehäuseschäden weniger geeignet.

Ernährung

Marisa cornuarietis ist ein sehr gefräßiger Allesfresser mit einem besonders ausgeprägten Anteil pflanzlicher Nahrung.

Wasserpflanzen werden nicht nur gelegentlich angeknabbert, sondern können einen erheblichen Teil der Nahrung darstellen. Die Art frisst unter anderem verschiedene Stängelpflanzen, Vallisnerien, Cabomba, Najas und andere Wasserpflanzen.

Zusätzlich sollten pflanzliche Futtermittel wie Zucchini, Kürbis, Gurke, Salat oder anderes geeignetes Gemüse angeboten werden.

Geeignet sind außerdem hochwertige pflanzliche Futtertabletten, Trockenfutter und Granulate mit Spirulina- oder Algenanteil.

Auch Frostfutter sowie kleine Mengen geeignetes Lebendfutter und tierische Futterreste werden angenommen. Tierische Nahrung sollte jedoch nur einen Teil der abwechslungsreichen Ernährung darstellen.

Marisa cornuarietis ist daher keine reine „Algenfresserschnecke“ und sollte nicht als Problemlöser gegen Algen eingesetzt werden.

Besonderheiten

Die Paradiesschnecke gehört trotz ihres posthornartigen Gehäuses zu den Apfelschnecken der Familie Ampullariidae.

Ein besonders auffälliges Merkmal ist ihre enorme Fraßleistung gegenüber Wasserpflanzen. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass Marisa cornuarietis verschiedene lebende Wasserpflanzen gezielt frisst und zwischen Pflanzenarten sogar deutliche Vorlieben entwickeln kann.

Die Art wurde deshalb außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes teilweise gezielt zur biologischen Bekämpfung unerwünschter Wasserpflanzen eingesetzt.

Marisa cornuarietis besitzt getrennte Geschlechter. Die Weibchen legen transparente gallertartige Eipakete unter Wasser an Scheiben, Pflanzen oder anderen festen Oberflächen ab.

Aufgrund ihrer hohen Vermehrungsfähigkeit und der möglichen Auswirkungen auf natürliche Gewässer darf die Art niemals aus dem Aquarium in die Natur gelangen.

  • Maximale Größe: meist ca. 4–5 cm Gehäusedurchmesser, große Tiere bis etwa 5–6 cm
  • Herkunft: tropisches Mittel- und nördliches Südamerika, unter anderem Kolumbien, Venezuela und Amazonasgebiet
  • Besonderheiten: sehr starker Pflanzenfresser, für bepflanzte Aquarien normalerweise ungeeignet, große Apfelschnecke mit flach aufgerolltem Gehäuse

Steckbrief zum Marisa cornuarietis

Herkunftsland

,

Länge in cm

Nahrung

, ,

Schwarmgröße

Aufenthaltsbereich

Temperatur in °C

Wildfang oder Nachzucht?

Größe der Tiere