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Takutu Tigerharnischwels -

Panaqolus claustellifer L-306

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Panaqolus claustellifer L 306 – Takutu-Tigerharnischwels

Panaqolus claustellifer L 306 ist ein attraktiver, eher klein bleibender Harnischwels aus dem Takutu-Flusssystem im Grenzgebiet von Guyana und Brasilien. Die Art wurde lange als Panaqolus sp. L 306 beziehungsweise LDA 64 geführt und erst 2016 wissenschaftlich als Panaqolus claustellifer beschrieben. Besonders charakteristisch ist die kontrastreiche Zeichnung aus hellen und dunkelbraunen bis schwarzen Bändern, die sich über Körper und Flossen zieht.

Größe & Erscheinungsbild

Adulte Panaqolus claustellifer erreichen im Aquarium etwa 12–13 cm Körperlänge. Der Körper ist kräftig gebaut und besitzt den für Panaqolus typischen breiten Kopf und das kräftige raspelartige Maul.

Die Grundfärbung reicht von beige und hellbraun bis zu rötlich-braunen Farbtönen. Darüber verlaufen mehrere breite dunkelbraune bis nahezu schwarze Querbänder. Auch die Flossen sind deutlich gebändert.

Die Zeichnung kann zwischen einzelnen Tieren variieren. Besonders Wildfänge können eine attraktive rötliche Grundfärbung zeigen, während Nachzuchten abhängig von Haltung und Ernährung unterschiedlich intensiv gefärbt sein können.

Geschlechtsreife Männchen entwickeln besonders im hinteren Körperbereich sowie an den Brustflossen deutlich kräftigere Odontoden. Weibchen wirken meist etwas fülliger.

Natürlicher Lebensraum & Herkunft

Panaqolus claustellifer L 306 stammt aus dem Takutu River im Grenzgebiet von Guyana und Brasilien. Der Takutu gehört zum Rio-Branco-System und damit zum Einzugsgebiet des Amazonas.

Die Tiere leben in strukturreichen Flussbereichen mit Holz, Wurzeln, Steinen und zahlreichen Spalten und Versteckmöglichkeiten. Auch aus dem Rio Ita innerhalb dieses Flusssystems liegen Nachweise vor.

Holz spielt im natürlichen Lebensraum und bei der Ernährung dieser Art eine besonders wichtige Rolle.

Lebensweise & Sozialverhalten

L 306 ist ein vergleichsweise friedlicher Harnischwels. Gegenüber freischwimmenden Fischen verhält sich die Art normalerweise vollkommen friedlich.

Auch mehrere Tiere können gemeinsam gehalten werden. Besonders geschlechtsreife Männchen können jedoch geeignete Höhlen und bevorzugte Ruheplätze verteidigen. Bei einer Gruppenhaltung sollten deshalb mehrere Höhlen und voneinander getrennte Rückzugsbereiche vorhanden sein.

Tagsüber halten sich die Tiere häufig unter Wurzeln oder in Höhlen auf. Besonders in der Dämmerung und nachts werden sie aktiver.

Aquarienhaltung

Für eine kleine Gruppe eignet sich ein Aquarium ab etwa 80 cm Beckenlänge. Bei mehreren adulten Männchen oder zusätzlichen bodenbewohnenden Welsen ist entsprechend mehr Grundfläche empfehlenswert.

Die Einrichtung sollte zahlreiche Wurzeln und weiches Holz enthalten. Für Panaqolus claustellifer sind Wurzeln nicht nur Versteckmöglichkeiten, sondern ein wichtiger Bestandteil der Ernährung und sollten dauerhaft im Aquarium vorhanden sein.

Zusätzlich sollten mehrere Höhlen, Steinspalten und Welsröhren angeboten werden. Sand oder feiner Kies eignet sich gut als Bodengrund.

Eine gute Filterung, regelmäßige Wasserwechsel und eine hohe Sauerstoffversorgung sind wichtig. Eine leichte bis kräftige Wasserbewegung wird gut vertragen.

Wasserparameter

  • Temperatur: 25–29 °C
  • pH-Wert: 5,5–7,5
  • Härte: weich bis mittelhart

Ernährung

Panaqolus claustellifer L 306 gehört zu den sogenannten Holzfressern. Die Tiere raspeln regelmäßig weiches Holz und Aufwuchs von Wurzeln ab. Geeignete Naturwurzeln sollten deshalb dauerhaft zur Verfügung stehen.

Als Grundfutter eignen sich hochwertige sinkende Trockenfutter und Granulate sowie pflanzliche Futtertabletten, Spirulina-Futter und Algenchips. Gemüse wie Zucchini kann ebenfalls angeboten werden.

Ergänzend sollten regelmäßig Frostfutter wie Artemia, Cyclops, Daphnien oder Mückenlarven sowie geeignetes Lebendfutter gefüttert werden. Tierische Nahrung sollte jedoch nur einen Teil der abwechslungsreichen Ernährung darstellen.

Da die Tiere besonders in der Dämmerung und nachts aktiv sind, empfiehlt sich eine gezielte Fütterung am Abend.

Besonderheiten

Panaqolus claustellifer wurde zunächst unter den Bezeichnungen LDA 64 und später L 306 in die Aquaristik eingeführt. Erst 2016 erfolgte die wissenschaftliche Beschreibung als eigenständige Art.

Besonders charakteristisch ist die kontrastreiche Bänderzeichnung auf Körper und Flossen. Im Gegensatz zu verschiedenen anderen Panaqolus-Arten besitzt die Art keine Punkt- oder Wurmlinienzeichnung, sondern eine klar erkennbare dunkle und helle Bänderung.

L 306 ist ein Höhlenbrüter. Das Weibchen legt die Eier in einer geeigneten Höhle ab, anschließend übernimmt das Männchen die Bewachung und Pflege des Geleges bis zum Schlupf.

Die Tiere werden heute häufiger als Nachzuchten angeboten, während Wildfänge aus Guyana nur unregelmäßig verfügbar sind.

  • Maximale Größe: ca. 12–13 cm
  • Herkunft: Takutu River, Rio-Branco-System, Guyana / Brasilien
  • Besonderheiten: auch als LDA 64 bekannt, kontrastreiche Bänderzeichnung, vergleichsweise friedlicher Panaqolus, Höhlenbrüter und ausgeprägter Holzfresser – geeignete Wurzeln sind für die dauerhafte Haltung wichtig

Steckbrief zum Panaqolus claustellifer L-306

Herkunftsland

Länge in cm

Nahrung

, ,

Schwarmgröße

Aufenthaltsbereich

Temperatur in °C

Wildfang oder Nachzucht?

Größe der Tiere