Pangio doriae
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Pangio doriae „Violettes Aaldornauge“
Pangio doriae ist ein friedliches und ungewöhnlich schlankes Dornauge aus Südostasien. Im Vergleich zu den bekannten gebänderten Dornaugen besitzt diese Art eine wesentlich unauffälligere, überwiegend einfarbig braune bis rötlichbraune Färbung. Die Tiere leben hauptsächlich am Bodengrund, sind besonders in der Dämmerung und nachts aktiv und sollten unbedingt in einer Gruppe gehalten werden. Ein weicher Sandboden und zahlreiche Versteckmöglichkeiten sind für eine artgerechte Haltung besonders wichtig.
Größe & Erscheinungsbild
Adulte Pangio doriae erreichen etwa 8–9 cm Körperlänge. Der Körper ist extrem langgestreckt, schlank und aalartig.
Die Grundfärbung reicht von hellbraun über rötlichbraun bis zu dunkleren Brauntönen. Im Gegensatz zu vielen anderen bekannten Pangio-Arten besitzt Pangio doriae keine auffällige gelb-schwarze Bänderzeichnung und wirkt dadurch wesentlich dezenter.
Die kleinen Augen und das unterständige Maul mit feinen Barteln sind hervorragend an die Nahrungssuche zwischen Laub und feinem Bodengrund angepasst.
Natürlicher Lebensraum & Herkunft
Pangio doriae stammt aus Südostasien und ist aus Malaysia und Indonesien bekannt. Nachgewiesen ist die Art unter anderem von der Malaiischen Halbinsel, aus Sarawak auf Borneo sowie aus Sumatra und Kalimantan. Die ursprüngliche Typuslokalität liegt in Sarawak auf Borneo.
Die Tiere bewohnen vor allem langsam fließende, stark beschattete Gewässer in Waldgebieten sowie sumpfige Tieflandbereiche und Torfmoor-Gewässer. Typisch sind weiche Böden mit großen Mengen abgestorbenem Laub, Ästen, Wurzeln und anderen organischen Materialien.
Das Wasser ist in solchen Lebensräumen häufig weich, leicht sauer und durch Huminstoffe bräunlich gefärbt.
Lebensweise & Sozialverhalten
Pangio doriae ist ausgesprochen friedlich und sollte nicht einzeln gehalten werden. Empfehlenswert ist eine Gruppe von mindestens sechs Tieren, bei ausreichend Platz gerne auch deutlich größer.
Tagsüber halten sich die Dornaugen häufig zwischen Wurzeln, Pflanzen, Laub oder in anderen geschützten Bereichen auf. Besonders in der Dämmerung und nachts werden sie aktiver und beginnen intensiv mit der Nahrungssuche.
In einer größeren Gruppe fühlen sich die Tiere deutlich sicherer und zeigen sich häufig auch tagsüber öfter.
Eine Vergesellschaftung mit kleinen und mittelgroßen friedlichen Fischen ist problemlos möglich. Aggressive oder sehr große bodenbewohnende Arten sind weniger geeignet.
Aquarienhaltung
Für eine Gruppe ist ein Aquarium ab etwa 60–80 cm Beckenlänge empfehlenswert.
Besonders wichtig ist ein weicher, feiner Sandboden. Pangio doriae gräbt und durchsucht den Bodengrund intensiv und kann sich teilweise vollständig darin eingraben. Grober oder scharfkantiger Kies sollte deshalb vermieden werden.
Wurzeln, Steine, Höhlen, Pflanzen und eine Schicht aus braunem Herbstlaub schaffen zahlreiche natürliche Rückzugsmöglichkeiten. Abgedunkelte Bereiche und Schwimmpflanzen kommen den eher lichtscheuen Tieren ebenfalls entgegen.
Das Aquarium sollte vollständig abgedeckt sein. Dornaugen können erstaunlich kleine Öffnungen finden und sind ausgezeichnete Ausbruchskünstler. Auch Filtereinläufe sollten entsprechend gesichert werden.
Eine gute Wasserqualität und regelmäßige Wasserwechsel sind wichtig, starke Strömung ist dagegen nicht notwendig.
Wasserparameter
- Temperatur: 23–28 °C
- pH-Wert: 5,0–7,5
- Härte: weich bis mittelhart
Ernährung
Pangio doriae sucht den Bodengrund nach kleinen Wirbellosen, organischem Material und anderen verwertbaren Nahrungspartikeln ab.
Im Aquarium eignen sich hochwertige sinkende Trockenfutter und kleine Granulate als Grundfutter. Wichtig ist, dass ausreichend Nahrung tatsächlich den Bodengrund erreicht.
Ergänzend sollten regelmäßig Frostfutter wie Artemia, Cyclops, Daphnien und Mückenlarven sowie geeignetes Lebendfutter angeboten werden. Kleine Würmer und andere bodenorientierte Futtertiere werden besonders gerne aufgenommen.
Da Pangio doriae vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv ist, empfiehlt sich eine gezielte Fütterung am Abend. Besonders bei der Vergesellschaftung mit schnellen Fressern sollte darauf geachtet werden, dass die Dornaugen ausreichend Futter erhalten.
Besonderheiten
Pangio doriae gehört zu den weniger häufig gepflegten Dornaugen und unterscheidet sich optisch deutlich von den bekannten gebänderten Kuhli-Dornaugen. Der extrem langgestreckte Körper und die überwiegend einfarbig braune Färbung verleihen der Art ein besonders elegantes Erscheinungsbild.
Die Tiere fühlen sich in größeren Gruppen deutlich wohler und sollten niemals nur als einzelne Bodenbewohner eingesetzt werden.
Braunes Herbstlaub eignet sich besonders gut für die Einrichtung. Es bietet Deckung, fördert die Bildung von Mikroorganismen und entspricht den natürlichen Lebensräumen der Art.
Pangio doriae ist kein reiner „Resteverwerter“ oder Putzerfisch. Die Tiere benötigen eine gezielte und abwechslungsreiche Fütterung. Besonders eine Fütterung am Abend ist sinnvoll, damit die nachtaktiven Dornaugen ausreichend Nahrung erhalten.
- Maximale Größe: ca. 8–9 cm
- Herkunft: Malaysia und Indonesien, unter anderem Malaiische Halbinsel, Sarawak, Sumatra und Kalimantan
- Besonderheiten: sehr schlankes und friedliches Dornauge, Gruppenhaltung, dämmerungs- und nachtaktiv, benötigt feinen Sandboden, viele Verstecke und eine gezielte Fütterung
Steckbrief zum Pangio doriae
| Aufenthaltsbereich | |
|---|---|
| Größe der Tiere | |
| Herkunftsland | |
| Nahrung | |
| Länge in cm | |
| Schwarmgröße | |
| Temperatur in °C | |
| Wildfang oder Nachzucht? |
