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Xiphophorus hellerii Rot Wagtail

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Xiphophorus hellerii „Rot Wagtail“ – Roter Wagtail-Schwertträger

Xiphophorus hellerii „Rot Wagtail“ ist eine besonders kontrastreiche Zuchtform des bekannten Schwertträgers. Die Tiere zeigen eine kräftige rote bis orange-rote Körperfärbung, während die Flossen deutlich dunkelbraun bis tiefschwarz gefärbt sind.

Besonders ausgewachsene Männchen sind mit ihrem langen Schwertfortsatz an der Schwanzflosse sehr auffällig. Schwertträger sind lebhafte, robuste und unkomplizierte Lebendgebärende, benötigen aufgrund ihrer Aktivität jedoch deutlich mehr Schwimmraum als beispielsweise Platys.

Größe & Erscheinungsbild

Xiphophorus hellerii gehört zu den größeren lebendgebärenden Zahnkarpfen.

Männchen erreichen ohne den langen Schwertfortsatz etwa 8–10 cm Körperlänge. Mit vollständig entwickeltem Schwert können sie eine Gesamtlänge von etwa 12–14 cm erreichen.

Weibchen werden kräftiger und können etwa 10–12 cm, besonders große Exemplare auch darüber erreichen.

Bei der Farbform „Rot Wagtail“ ist der Körper intensiv rot bis orange-rot gefärbt. Rücken-, Bauch-, After- und Schwanzflosse zeigen eine dunkle bis tiefschwarze Pigmentierung, die einen starken Kontrast zur roten Grundfarbe bildet.

Geschlechtsreife Männchen besitzen das namensgebende verlängerte untere Ende der Schwanzflosse sowie ein Gonopodium. Weibchen besitzen eine normale fächerförmige Afterflosse und werden deutlich kräftiger gebaut.

Natürlicher Lebensraum & Herkunft

Xiphophorus hellerii „Rot Wagtail“ ist eine in der Aquaristik entstandene Zuchtform und besitzt keinen eigenen natürlichen Fundort.

Die Stammart Xiphophorus hellerii stammt aus Mittelamerika. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet reicht auf der Atlantikseite vom Río-Nautla-Gebiet im mexikanischen Bundesstaat Veracruz über Teile Mexikos, Belize und Guatemala bis in den Nordwesten von Honduras.

Die Art bewohnt unterschiedlichste Süßgewässer wie Flüsse, kleinere Bäche, Quellen, Kanäle und stark bewachsene Randbereiche größerer Gewässer.

Viele natürliche Lebensräume besitzen klares bis leicht trübes, mineralreiches Wasser mit neutralem bis alkalischem pH-Wert. Besonders dicht bewachsene Uferbereiche bieten Jungfischen und kleineren Tieren Schutz.

Die intensive rote Wagtail-Färbung kommt in dieser Form nicht als bekannte Wildpopulation vor.

Lebensweise & Sozialverhalten

Schwertträger sind lebhafte und gesellige Fische.

Wir empfehlen die Haltung in einer Gruppe mit deutlichem Weibchenüberschuss. Ideal ist beispielsweise ein Männchen mit zwei bis drei Weibchen.

Männchen können untereinander recht temperamentvoll sein und zeigen regelmäßiges Imponier- und Konkurrenzverhalten. Bei mehreren Männchen sollten daher ausreichend Platz, mehrere Weibchen und dicht bepflanzte Rückzugsbereiche vorhanden sein.

Auch gegenüber den Weibchen sind die Männchen sehr paarungsaktiv. Ein Weibchenüberschuss verteilt den Balzdruck und sorgt für deutlich mehr Ruhe innerhalb der Gruppe.

Mit anderen friedlichen bis lebhaften Fischen ähnlicher Größe ist eine Vergesellschaftung normalerweise problemlos möglich.

Aquarienhaltung

Für eine kleine Gruppe empfehlen wir ein Aquarium ab etwa 100 cm Beckenlänge.

Schwertträger sind deutlich schwimmfreudiger als Platys und nutzen den gesamten freien Wasserraum. Eine Kombination aus dichter Randbepflanzung und größeren offenen Schwimmflächen ist daher ideal.

Dichte Pflanzenbestände, Moose und Schwimmpflanzen bieten besonders Weibchen und Jungfischen wichtige Rückzugsmöglichkeiten.

Eine gute Filterung und regelmäßige Wasserwechsel sind empfehlenswert. Schwertträger entwickeln sich besonders gut in mineralreichem Wasser und sollten nicht dauerhaft extrem weich und sauer gehalten werden.

Das Aquarium sollte gut abgedeckt sein, da Schwertträger kräftige Springer sein können.

Wasserparameter

  • Temperatur: 22–28 °C
  • pH-Wert: 7,0–8,0
  • Härte: mittelhart bis hart und mineralreich

Stabile, mineralreiche Wasserverhältnisse sind für eine langfristig erfolgreiche Haltung besonders wichtig.

Ernährung

Xiphophorus hellerii ist ein unkomplizierter Allesfresser, nimmt in der Natur jedoch auch regelmäßig Algen, Aufwuchs und andere pflanzliche Bestandteile auf.

Als Grundfutter eignen sich hochwertige Trockenfutter und Granulate. Pflanzliche Futtersorten sowie Spirulina-haltiges Futter sollten regelmäßig Bestandteil der Ernährung sein.

Zusätzlich werden Frostfutter wie Artemia, Cyclops, Daphnien und Mückenlarven gerne angenommen.

Auch geeignetes Lebendfutter kann regelmäßig angeboten werden und fördert Kondition und natürliches Verhalten.

Eine abwechslungsreiche Ernährung aus Trockenfutter beziehungsweise Granulat, pflanzlichen Bestandteilen, Frostfutter und Lebendfutter ist ideal.

Besonderheiten

Xiphophorus hellerii ist lebendgebärend. Die Weibchen bringen nach der Tragezeit bereits vollständig entwickelte Jungfische zur Welt.

Bei dichter Bepflanzung können regelmäßig Jungfische im normalen Gesellschaftsaquarium überleben. Besonders feinfiedrige Pflanzen, Moose und Schwimmpflanzen bieten dem Nachwuchs Schutz vor den erwachsenen Tieren.

Weibchen können nach einer Paarung Spermien über längere Zeit speichern und deshalb auch ohne aktuell anwesendes Männchen noch mehrere Würfe hervorbringen.

Die Bezeichnung „Wagtail“ beschreibt die charakteristische dunkle bis schwarze Flossenzeichnung und ist keine geografische Herkunftsbezeichnung.

Wer die intensive rote Wagtail-Färbung möglichst rein erhalten möchte, sollte die Tiere nicht mit anderen Schwertträger-Farbformen beziehungsweise anderen Xiphophorus-Zuchtlinien vermischen.

  • Maximale Größe: Männchen mit Schwert etwa 12–14 cm, Weibchen etwa 10–12 cm, große Tiere auch darüber
  • Herkunft: Aquarienzuchtform; Stammart von Veracruz in Mexiko bis in den Nordwesten von Honduras
  • Besonderheiten: kräftig rote Zuchtform mit schwarzer Wagtail-Flossenzeichnung, lebendgebärend, Weibchenüberschuss empfehlenswert, benötigt viel Schwimmraum und mineralreiches Wasser

Steckbrief zum Xiphophorus hellerii Rot Wagtail

Aufenthaltsbereich

Größe der Tiere

Herkunftsland

Länge in cm

Nahrung

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Schwarmgröße

Temperatur in °C

Wildfang oder Nachzucht?