Caridina japonica XL-XXL
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Caridina multidentata (ehemals Caridina japonica) – Amanogarnele
Caridina multidentata, vielen Aquarianern noch unter ihrem früher verwendeten Namen Caridina japonica bekannt, ist eine der beliebtesten Garnelen für bepflanzte Aquarien. Die auch als Amanogarnele bezeichnete Art ist ausgesprochen friedlich, robust und besonders für ihre intensive Suche nach Algenaufwuchs und Futterresten bekannt. Durch ihre deutlich größere Körpergröße ist sie außerdem wesentlich auffälliger als viele klassische Zwerggarnelen.
Größe & Erscheinungsbild
Adulte Amanogarnelen erreichen etwa 4–6 cm Körperlänge. Weibchen werden deutlich größer und kräftiger als Männchen.
Der Körper ist weitgehend durchsichtig bis gräulich und zeigt seitlich zahlreiche braune bis rötlichbraune Punkte und kurze Striche. Bei Weibchen sind diese Zeichnungselemente häufig stärker länglich ausgeprägt, während Männchen eher eine punktförmige Zeichnung zeigen.
Durch den transparenten Körper können innere Organe und bei geschlechtsreifen Weibchen häufig auch der deutlich erkennbare Eifleck beziehungsweise später die getragenen Eier sichtbar sein.
Natürlicher Lebensraum & Herkunft
Caridina multidentata stammt aus Ostasien und ist insbesondere aus Japan und Taiwan bekannt. Die Tiere leben in Flüssen und Bächen, deren Verbindung zum Meer für ihre natürliche Fortpflanzung eine wichtige Rolle spielt.
Adulte Tiere leben vollständig im Süßwasser. Die geschlüpften Larven werden dagegen mit der Strömung in brackige beziehungsweise salzhaltige Bereiche transportiert und kehren nach ihrer Entwicklung wieder ins Süßwasser zurück.
Im Aquarium fühlen sich Amanogarnelen besonders in gut eingefahrenen und abwechslungsreich strukturierten Becken wohl.
Lebensweise & Sozialverhalten
Amanogarnelen sind ausgesprochen friedlich und sollten vorzugsweise in einer Gruppe gehalten werden. Eine Gruppe ab etwa sechs Tieren ist empfehlenswert.
Die Garnelen sind den ganzen Tag auf der Suche nach Nahrung und weiden Pflanzen, Steine, Wurzeln und andere Oberflächen intensiv nach Biofilm, Algen und organischen Partikeln ab.
Eine Vergesellschaftung mit friedlichen Fischen und anderen Garnelen ist problemlos möglich. Größere, aggressive oder auf Garnelen spezialisierte Fische sind dagegen ungeeignet.
Aquarienhaltung
Amanogarnelen lassen sich bereits in kleineren Aquarien halten, aufgrund ihrer Größe und Aktivität sind Becken ab etwa 40–60 cm Länge jedoch deutlich empfehlenswerter.
Eine gute Bepflanzung, Moose, Wurzeln und Steine bieten zahlreiche Weideflächen und Versteckmöglichkeiten. Besonders nach der Häutung benötigen die Tiere geschützte Bereiche, da ihr neuer Panzer zunächst noch weich ist.
Das Aquarium sollte gut eingefahren sein und stabile Wasserwerte aufweisen. Regelmäßige Wasserwechsel und eine ausreichende Mineralstoffversorgung unterstützen eine problemlose Häutung.
Das Becken sollte möglichst gut abgedeckt sein, da Amanogarnelen insbesondere bei ungünstigen Bedingungen oder starken Veränderungen der Wasserwerte aus dem Aquarium klettern können.
Wasserparameter
- Temperatur: 20–27 °C
- pH-Wert: 6,5–7,5
- Härte: weich bis hart, stabile und ausreichend mineralreiche Wasserwerte bevorzugt
Ernährung
Caridina multidentata ist ein unkomplizierter Allesfresser. Besonders bekannt ist die Art für das intensive Abweiden von Algenaufwuchs, Biofilm und feinen organischen Futterresten.
Als zusätzliche Nahrung eignen sich hochwertiges Garnelenfutter, feines Trockenfutter und Granulat sowie pflanzliche Futtersorten und Futtertabletten. Auch überbrühtes Gemüse und braunes Herbstlaub können angeboten werden.
Ergänzend werden Frostfutter wie Cyclops, Artemia oder Daphnien sowie geeignetes kleines Lebendfutter gerne angenommen.
Trotz ihres Rufes als hervorragende Algenfresser sollten Amanogarnelen nicht ausschließlich als „Algenvernichter“ betrachtet werden. Besonders in sehr sauberen Aquarien benötigen sie eine regelmäßige und abwechslungsreiche Zufütterung.
Besonderheiten
Die Vermehrung von Amanogarnelen unterscheidet sich deutlich von jener vieler klassischer Zwerggarnelen. Weibchen tragen eine große Anzahl kleiner Eier unter dem Hinterleib, aus denen winzige frei schwimmende Larven schlüpfen.
Diese Larven können sich im normalen Süßwasseraquarium nicht vollständig entwickeln. Für die erfolgreiche Aufzucht benötigen sie eine Brack- beziehungsweise Salzwasserphase. Nach mehreren Entwicklungsstadien verwandeln sie sich in kleine Garnelen und können anschließend wieder an Süßwasser gewöhnt werden.
Eine unkontrollierte Vermehrung im normalen Gesellschaftsaquarium ist daher nicht zu erwarten.
- Maximale Größe: ca. 5–6 cm
- Herkunft: Ostasien, insbesondere Japan und Taiwan
- Besonderheiten: sehr friedliche und aktive Garnele, hervorragender Aufwuchsfresser, Larven benötigen zur Entwicklung Brack- beziehungsweise Salzwasser, im Handel früher als Caridina japonica bekannt
Steckbrief zum Caridina japonica XL-XXL
| Herkunftsland | |
|---|---|
| Länge in cm | |
| Nahrung | |
| Schwarmgröße | |
| Aufenthaltsbereich | |
| Temperatur in °C | |
| Wildfang oder Nachzucht? | |
| Größe der Tiere |
