1
Einfach
-

Hypancistrus seideli L236 Super White

€ 59,90 inkl. MwSt.

zzgl. Versandgebühren

bei uns vorrätig | Lieferzeit 1-2 Werktage


30 vorrätig

Hypancistrus seideli L236 „Super White“ –

Hypancistrus seideli L236 „Super White“ gehört zu den auffälligsten und begehrtesten Zuchtformen unter den Hypancistrus. Charakteristisch ist die sehr helle weiße bis cremefarbene Grundfärbung, über die sich feine schwarze, unregelmäßige Linien ziehen.

Bei der Bezeichnung „Super White“ handelt es sich um eine über viele Generationen selektierte Aquarienzuchtlinie. Ziel der Zucht ist ein besonders hoher Weißanteil mit möglichst feiner dunkler Zeichnung. Dadurch können gut selektierte adulte Tiere deutlich heller wirken als gewöhnliche Vertreter der L236-Gruppe.

Größe & Erscheinungsbild

Hypancistrus seideli erreicht etwa 12–15 cm Gesamtlänge.

Die Grundfarbe der Super-White-Linie ist weiß bis cremeweiß. Darüber verlaufen schwarze bis dunkelgraue, meist schmale und unregelmäßige Linien. Diese können sich verzweigen, unterbrechen oder stellenweise kleine Flecken bilden.

Die Zeichnung ist bei jedem Tier individuell und kann sich während des Wachstums deutlich verändern.

Gerade bei Jungtieren lässt sich daher nicht immer exakt vorhersagen, wie stark der Weißanteil im ausgewachsenen Zustand sein wird. Bei gut selektierten Super-White-Linien bleibt die helle Grundfärbung jedoch normalerweise sehr dominant.

Adulte Männchen entwickeln einen breiteren Kopf und deutlich stärkere Odontoden, besonders an den Brustflossenstrahlen und im hinteren Körperbereich. Weibchen wirken im Bauchbereich meist breiter und besitzen eine weniger ausgeprägte Bedornung.

Natürlicher Lebensraum & Herkunft

Die wissenschaftlich beschriebene Art Hypancistrus seideli stammt aus dem unteren Rio-Xingu-System im brasilianischen Bundesstaat Pará.

Das bekannte Verbreitungsgebiet erstreckt sich im unteren Xingu bis in den Bereich der Volta Grande und in Richtung der Mündung des Rio Xingu in den Amazonas.

Die Tiere leben dort in felsigen Flussabschnitten mit zahlreichen Spalten, Höhlen und Zwischenräumen zwischen großen Steinen. Das Wasser ist warm, sauerstoffreich und teilweise kräftig durchströmt.

Die Welse verbringen den Tag häufig geschützt in Felsspalten und Höhlen und werden besonders in den Abend- und Nachtstunden aktiver.

Die genaue historische Herkunft der ursprünglichen als L236 bezeichneten Tiere ist dagegen nicht zweifelsfrei geklärt. Frühere Angaben nannten den Rio Iriri als Fundort, diese Zuordnung konnte später jedoch nicht zuverlässig bestätigt werden.

„Super White“ ist ohnehin keine natürliche Population. Es handelt sich um eine im Aquarium durch gezielte Auswahl besonders heller Tiere entstandene Zuchtlinie.

Lebensweise & Sozialverhalten

Hypancistrus seideli ist grundsätzlich ein ruhiger Harnischwels, kann gegenüber Artgenossen jedoch territorial auftreten.

Besonders adulte Männchen besetzen geeignete Höhlen und verteidigen diese gegen andere Männchen.

Mehrere Tiere können gut gemeinsam gehalten werden, wenn ausreichend Grundfläche, Verstecke und Höhlen vorhanden sind. Idealerweise sollten deutlich mehr Höhlen als Welse angeboten werden.

Mit friedlichen Salmlern, Zwergbuntbarschen und anderen Fischen aus ähnlichen warmen Wasserbedingungen ist eine Vergesellschaftung normalerweise problemlos möglich.

Verschiedene Hypancistrus-Arten beziehungsweise unterschiedliche Zuchtlinien sollten zur gezielten Weiterzucht besser getrennt gehalten werden, da Kreuzungen innerhalb der Gattung möglich sind.

Aquarienhaltung

Für eine kleine Gruppe empfehlen wir ein Aquarium ab etwa 100 cm Beckenlänge.

Besonders wichtig ist eine stark strukturierte Einrichtung mit Steinen, Schieferplatten, Wurzeln und zahlreichen engen Höhlen.

Als Bodengrund eignet sich feiner Sand oder abgerundeter Kies.

Eine kräftige Filterung und gute Sauerstoffversorgung sind sehr wichtig. Gerade bei den hohen Haltungstemperaturen sinkt der Sauerstoffgehalt des Wassers, weshalb zusätzliche Strömung beziehungsweise Belüftung sinnvoll sein kann.

Die Tiere schätzen Bereiche mit deutlicher Wasserbewegung, benötigen gleichzeitig aber auch ruhigere Höhlen und Spalten als Rückzugsorte.

Sauberes Wasser und regelmäßige größere Wasserwechsel sind bei Hypancistrus besonders wichtig.

Wasserparameter

  • Temperatur: 26–30 °C
  • pH-Wert: 6,0–7,5
  • Härte: weich bis mittelhart

Besonders wichtig sind warmes, sauberes und sauerstoffreiches Wasser sowie stabile Bedingungen.

Ernährung

Hypancistrus seideli ist kein klassischer Algen- oder Holzfresser.

Die Art ernährt sich omnivor mit einem deutlichen Anteil tierischer Nahrung. Im natürlichen Lebensraum werden kleine Wirbellose, Insektenlarven, Krebstiere und andere tierische Organismen sowie Aufwuchs und organisches Material aufgenommen.

Im Aquarium eignen sich hochwertige sinkende Trockenfutter, Welsgranulate und Futtertabletten.

Sehr gerne werden Frostfutter wie Artemia, Mysis, Krill, Cyclops und Mückenlarven angenommen. Auch geeignetes Lebendfutter kann regelmäßig angeboten werden.

Pflanzliche Bestandteile können ergänzend gefüttert werden, sollten aber nicht den Hauptanteil der Ernährung bilden.

Eine abwechslungsreiche Fütterung aus hochwertigem Trockenfutter beziehungsweise Granulat, Frostfutter und Lebendfutter ist ideal.

Am besten wird ein Teil der Nahrung am Abend gefüttert, wenn die Tiere zunehmend aktiv werden.

Besonderheiten

Hypancistrus seideli wurde erst 2025 wissenschaftlich beschrieben.

Dabei stellte sich heraus, dass mehrere zuvor im Hobby getrennt geführte L-Nummern aus dem Rio-Xingu-System zur gleichen, ausgesprochen variablen Art gehören. Dazu zählen unter anderem L66, L236, L287, L333, L399 und L400.

Die L-Nummer L236 bleibt für die Aquaristik trotzdem sehr nützlich, da sie einen bestimmten Zeichnungstyp beziehungsweise bestimmte Zuchtlinien bezeichnet.

„Super White“ geht noch einen Schritt weiter und beschreibt Tiere, die über Generationen auf einen besonders hohen Weißanteil und eine reduzierte schwarze Zeichnung selektiert wurden.

Hypancistrus seideli ist ein Höhlenbrüter. Ein adultes Männchen besetzt eine passende enge Höhle, in die ein laichbereites Weibchen eingelassen wird. Nach der Eiablage übernimmt das Männchen die weitere Brutpflege und bewacht beziehungsweise befächelt das Gelege bis zum Schlupf der Jungtiere.

Für eine erfolgreiche Zucht sind warme Temperaturen, sehr sauberes sauerstoffreiches Wasser und passende enge Bruthöhlen besonders wichtig.

  • Maximale Größe: ca. 12–15 cm
  • Herkunft: Super White = Aquarienzuchtlinie; Stammart aus dem unteren Rio Xingu, Pará, Brasilien
  • Besonderheiten: extrem helle selektierte L236-Zuchtlinie mit feiner schwarzer Zeichnung, seit 2025 Hypancistrus seideli zugeordnet, felsbewohnender Höhlenbrüter mit männlicher Brutpflege

Steckbrief zum Hypancistrus seideli L236 Super White

Aufenthaltsbereich

Größe der Tiere

Herkunftsland

Länge in cm

Nahrung

, ,

Schwarmgröße

Temperatur in °C

Wildfang oder Nachzucht?