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Rio Negro Skalar -

Pterophyllum scalare Rio Negro

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Pterophyllum scalare „Rio Negro“ – Rio-Negro-Skalar

Pterophyllum scalare „Rio Negro“ bezeichnet eine natürliche beziehungsweise auf Naturpopulationen zurückgehende Form des Skalars aus dem Rio-Negro-System in Brasilien.

Im Gegensatz zu den zahlreichen stark veränderten Zuchtformen zeigt der Rio-Negro-Skalar den klassischen Wildtyp mit silbrig-grauer Grundfärbung und kräftigen dunklen Vertikalbändern. Je nach Herkunft und Stimmung können zusätzlich rötliche, bräunliche oder blaugrüne Farbtöne sichtbar werden.

Besonders ausgewachsene Tiere entwickeln einen sehr hohen Körper und lange Rücken- und Afterflossen und wirken dadurch ausgesprochen elegant.

Größe & Erscheinungsbild

Pterophyllum scalare erreicht etwa 12–15 cm Körperlänge.

Durch die stark verlängerte Rücken- und Afterflosse ist die Gesamthöhe jedoch wesentlich größer. Adulte Rio-Negro-Skalare können ungefähr 25–30 cm Höhe erreichen, besonders große Tiere beziehungsweise bestimmte Lokalformen auch darüber.

Der Körper ist stark seitlich abgeflacht und hochrückig.

Die typische Wildzeichnung besteht aus mehreren dunklen senkrechten Bändern auf silbrig-grauem bis leicht bräunlichem Grund. Diese Zeichnung kann je nach Stimmung innerhalb weniger Sekunden deutlich heller oder dunkler werden.

Bei verschiedenen Populationen aus dem Rio-Negro-System treten zusätzlich rote bis rostrote Pigmente an Rücken, Kopf und Flanken auf.

Natürlicher Lebensraum & Herkunft

Die Bezeichnung „Rio Negro“ beschreibt Tiere beziehungsweise Zuchtlinien, deren Ursprung im Rio-Negro-System im brasilianischen Bundesstaat Amazonas liegt.

Der Rio Negro ist einer der größten Schwarzwasserflüsse Südamerikas und mündet bei Manaus in den Rio Solimões, wodurch der Amazonas entsteht.

Das Wasser ist durch große Mengen gelöster Huminstoffe dunkel tee- bis kaffeebraun gefärbt und gleichzeitig extrem mineralarm.

Skalare leben dort vor allem in ruhigeren Uferbereichen, Nebenarmen, überschwemmten Waldflächen und Bereichen mit zahlreichen ins Wasser gefallenen Ästen und Wurzeln.

Ihre hohe, stark seitlich abgeflachte Körperform ist hervorragend an das Leben zwischen senkrechten Wurzeln, Ästen und dichter Ufervegetation angepasst.

Bekannte Rio-Negro-Lokalformen stammen beispielsweise aus der Umgebung von Santa Isabel do Rio Negro. Diese Tiere können besonders hochrückig werden und teilweise einen auffälligen Rotanteil entwickeln.

Da „Rio Negro“ allein jedoch keine exakte Fundortbezeichnung darstellt, sollte ein Tier ohne genauere Herkunftsangabe nicht automatisch einer bestimmten Lokalform wie Santa Isabel zugeordnet werden.

Lebensweise & Sozialverhalten

Junge Skalare sind ausgesprochen gesellige Fische und sollten idealerweise in einer Gruppe gehalten werden.

Wir empfehlen zunächst mindestens 6 Tiere. Mit zunehmendem Alter bilden sich innerhalb der Gruppe Paare und eine deutliche Rangordnung.Je größer die Gruppe desto besser voruasgetzt das Aquarium ist groß genung.

Geschlechtsreife Paare können besonders während der Fortpflanzung größere Reviere beanspruchen und gegenüber anderen Skalaren deutlich territorial werden.

In ausreichend großen und gut strukturierten Aquarien kann eine Gruppe dennoch dauerhaft gehalten werden.

Skalare sind grundsätzlich ruhige Buntbarsche, aber gleichzeitig kleine Räuber. Sehr kleine Salmler, Jungfische und kleine Garnelen können als Nahrung betrachtet werden.

Aquarienhaltung

Aufgrund der Körperhöhe ist bei Skalaren nicht nur die Länge, sondern besonders die Höhe des Aquariums wichtig.

Für eine Gruppe empfehlen wir ein Aquarium ab etwa 120–150 cm Beckenlänge und mindestens 55–60 cm Höhe. Für ausgewachsene größere Rio-Negro-Formen ist mehr Platz immer von Vorteil.

Hohe Wurzeln und senkrechte Äste passen hervorragend zum natürlichen Lebensraum und bieten Sichtschutz zwischen einzelnen Revieren.

Dichte Pflanzenbestände können an den Seiten und im Hintergrund verwendet werden, gleichzeitig sollte genügend freie Schwimmfläche vorhanden bleiben.

Eine eher gedämpfte Beleuchtung sowie Schwimmpflanzen kommen den natürlichen Schwarzwasserbedingungen entgegen.

Wildfänge und naturnahe Linien aus dem Rio Negro sollten möglichst in weichem und leicht saurem Wasser gehalten werden. Besonders bei der Eingewöhnung sind stabile Wasserwerte und eine sehr gute Wasserqualität wichtig.

Wasserparameter

  • Temperatur: 25–29 °C
  • ideal etwa: 26–28 °C
  • pH-Wert: 5,0–7,0
  • Härte: weich bis mittelhart

Für Wildfänge und empfindlichere Rio-Negro-Linien ist sehr weiches, leicht saures Wasser besonders empfehlenswert.

Ernährung

Pterophyllum scalare ist ein omnivorer Kleintierjäger mit einer deutlichen Vorliebe für tierische Nahrung.

In der Natur werden Insektenlarven, kleine Krebstiere, Würmer und andere Wirbellose sowie kleinere Fische und Fischlarven aufgenommen.

Im Aquarium eignen sich hochwertige Trockenfutter und Granulate als Grundfutter.

Ergänzend sollten regelmäßig Frostfutter wie Artemia, Mysis, Krill, Cyclops und Mückenlarven sowie geeignetes Lebendfutter angeboten werden.

Eine abwechslungsreiche Ernährung aus Trockenfutter beziehungsweise Granulat, Frostfutter und Lebendfutter fördert Wachstum, Kondition und besonders die natürliche Färbung.

Besonderheiten

Die Bezeichnung „Rio Negro“ sollte nicht mit Pterophyllum altum gleichgesetzt werden.

Auch wenn manche besonders hoch gebauten Rio-Negro-Skalare einem Altum auf den ersten Blick ähneln, handelt es sich bei den im Handel als Pterophyllum scalare „Rio Negro“ angebotenen Tieren um Skalare aus dem Pterophyllum-scalare-Komplex.

Eine bekannte Form ist der Santa-Isabel-Skalar aus dem oberen Rio Negro. Diese Tiere können eine ausgeprägte rötliche Pigmentierung und eine besonders hohe Körperform entwickeln. Ohne genaue Fundortinformation sollte die Bezeichnung „Santa Isabel“ jedoch nicht verwendet werden.

Pterophyllum scalare ist ein Offenbrüter. Ein harmonierendes Paar reinigt eine senkrechte Fläche, beispielsweise ein großes Pflanzenblatt, eine Wurzel oder einen anderen festen Gegenstand, und legt dort mehrere hundert Eier ab.

Beide Elterntiere bewachen das Gelege, befächeln die Eier und führen später die Jungfische gemeinsam.

  • Maximale Größe: ca. 12–15 cm Körperlänge, etwa 20cm Gesamthöhe, große Lokalformen teilweise darüber
  • Herkunft: Rio-Negro-System, Amazonas, Brasilien
  • Besonderheiten: naturnahe Skalarform mit klassischer Vertikalzeichnung, teilweise rötlichen Farbanteilen, sehr hoher Körperform und ausgeprägter Paar- und Brutpflege; „Rio Negro“ ist keine exakte Fundortbezeichnung. Je größer die Gruppe desto besser vorausgetzt das Aquarium ist groß genung.

Steckbrief zum Pterophyllum scalare Rio Negro

Herkunftsland

Länge in cm

Nahrung

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Aufenthaltsbereich

Temperatur in °C

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Größe der Tiere