
Brachygobius sabanus
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Brachygobius sabanus – Hummelgrundel
Brachygobius sabanus ist eine sehr kleine, kontrastreich schwarz-gelb gezeichnete Grundel aus Südostasien. Die Tiere leben bodennah und halten sich bevorzugt zwischen Wurzeln, Pflanzen und kleinen Verstecken auf. Trotz ihrer geringen Größe zeigen besonders die Männchen ein interessantes Revierverhalten.
Die Art wird im Handel häufig mit anderen Hummelgrundeln verwechselt. Besonders Brachygobius doriae, B. nunus und die oft falsch verwendete Bezeichnung B. xanthozonus sorgen regelmäßig für Verwechslungen.
Größe & Erscheinungsbild
Brachygobius sabanus erreicht nur etwa 2,5–3 cm Körperlänge und gehört damit zu den kleinsten Hummelgrundeln.
Die Grundfärbung ist gelblich bis orangegelb und wird von drei kräftigen dunkelbraunen bis schwarzen Querbändern unterbrochen. Je nach Stimmung können die Farben deutlich heller oder dunkler erscheinen.
Geschlechtsreife Weibchen werden etwas kräftiger und fülliger. Männchen können während der Balz eine rötlichere Grundfärbung entwickeln, während die dunklen Bänder teilweise blasser erscheinen.
Natürlicher Lebensraum & Herkunft
Die Typuslokalität von Brachygobius sabanus liegt bei Lamag im Kinabatangan-Distrikt im heutigen Bundesstaat Sabah auf Borneo, Malaysia.
Die Art ist darüber hinaus aus verschiedenen Gebieten Südostasiens bekannt. Nach aktuellen taxonomischen Angaben reicht die Verbreitung von Nord-Borneo und Malaysia bis in Richtung Kambodscha und Vietnam.
Brachygobius sabanus lebt vor allem in flachen Tieflandgewässern. Dazu gehören langsam fließende Bäche, Küstengewässer, Mangrovenbereiche, Überschwemmungsflächen und teilweise auch Brackwasserzonen.
Interessanterweise existieren jedoch auch reine Süßwasserpopulationen. Die Art benötigt daher im Aquarium nicht grundsätzlich eine Salzzugabe.
Lebensweise & Sozialverhalten
Hummelgrundeln sind kleine, bodenorientierte Fische, die viel Zeit auf Wurzeln, Steinen und anderen festen Oberflächen verbringen.
Brachygobius sabanus sollte nicht einzeln gehalten werden. Wir empfehlen eine Gruppe von mindestens 6 Tieren, besser 8–10 Exemplare.
Besonders Männchen können kleine Reviere rund um Höhlen oder bevorzugte Sitzplätze verteidigen. Bei einer größeren Gruppe verteilt sich dieses Verhalten besser und die Tiere zeigen sich wesentlich sicherer.
Aufgrund ihrer langsamen Futteraufnahme eignen sie sich nur bedingt für ein hektisches Gesellschaftsaquarium. Ideal ist ein Artbecken oder die Vergesellschaftung mit kleinen, ruhigen Fischen.
Aquarienhaltung
Für eine kleine Gruppe eignet sich bereits ein Aquarium ab etwa 40–50 cm Kantenlänge.
Die Einrichtung sollte viele kleine Höhlen und Sichtbarrieren enthalten. Wurzeln, Steine, Laub und robuste Pflanzen eignen sich besonders gut.
Als Bodengrund können feiner Sand oder feiner Kies verwendet werden. Eine starke Strömung ist nicht notwendig.
Brachygobius sabanus kann dauerhaft im Süßwasser gehalten werden. Entscheidend sind stabile Wasserwerte und eine gute Wasserqualität. Eine leichte Aufhärtung beziehungsweise mineralreiches Wasser wird gut vertragen.
Wasserparameter
- Temperatur: 22–28 °C
- pH-Wert: etwa 6,5–8,0
- Härte: mittel bis hart
- Haltung: Süßwasser problemlos möglich, Brackwasser wird ebenfalls vertragen
Ernährung
Bei der Ernährung ist Brachygobius sabanus etwas anspruchsvoller als viele klassische Gesellschaftsfische.
Die Tiere bevorzugen kleine tierische Nahrung. Besonders gut geeignet sind Lebendfutter wie Artemia-Nauplien, Cyclops, Daphnien und kleine Mückenlarven.
Auch Frostfutter wie Artemia, Cyclops und feine Mückenlarven wird von gut eingewöhnten Tieren angenommen.
Trockenfutter und Granulat werden dagegen nicht von allen Tieren zuverlässig akzeptiert. Wenn Trockenfutter gefressen wird, sollte es sehr fein und langsam sinkend sein.
Eine abwechslungsreiche Ernährung aus Frostfutter und vor allem Lebendfutter ist für eine dauerhaft erfolgreiche Haltung besonders empfehlenswert.
Besonderheiten
Brachygobius sabanus ist ein Höhlenbrüter. Das Männchen besetzt eine kleine Höhle oder Spalte und lockt ein Weibchen zur Eiablage hinein.
Nach dem Ablaichen übernimmt das Männchen die Brutpflege und bewacht das Gelege bis zum Schlupf. Pro Gelege können deutlich über 100 Eier abgelegt werden.
Die Jungfische sind beim Freischwimmen sehr klein und benötigen zunächst feinste Nahrung.
Eine weitere Besonderheit ist die häufige Verwechslung mit anderen Hummelgrundeln. Bei Brachygobius sabanus besitzt die erste Rückenflosse typischerweise am hinteren Ende ein bis zwei ungefärbte Flossenstrahlen, und weniger als die Hälfte der Brustflosse ist schwarz. Diese Merkmale helfen bei der Abgrenzung zu Brachygobius doriae.
- Maximale Größe: ca. 2,5–3 cm
- Herkunft: Südostasien – Typuslokalität Lamag, Kinabatangan-Distrikt, Sabah, Borneo, Malaysia
- Besonderheiten: sehr kleine schwarz-gelbe Hummelgrundel, Gruppenhaltung empfehlenswert, Süß- und Brackwasserpopulationen bekannt, Höhlenbrüter mit männlicher Brutpflege, bevorzugt Frost- und Lebendfutter
Steckbrief zum Brachygobius sabanus
| Herkunftsland | |
|---|---|
| Länge in cm | |
| Nahrung | |
| Schwarmgröße | |
| Aufenthaltsbereich | |
| Temperatur in °C | |
| Wildfang oder Nachzucht? | |
| Größe der Tiere |