Gyrinocheilus aymoineri Gold
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Gyrinocheilus aymonieri „Gold“ – Goldene Saugschmerle
Gyrinocheilus aymonieri „Gold“ ist eine auffällige goldgelbe Zuchtform der bekannten Saugschmerle. Junge Tiere werden häufig als Algenfresser eingesetzt, sollten jedoch nicht ausschließlich als „Putzerfische“ betrachtet werden. Mit zunehmendem Alter werden die Tiere deutlich größer, kräftiger und können territorialer werden. Die Art eignet sich deshalb vor allem für größere Aquarien mit ausreichend Schwimmraum und passenden Mitbewohnern.
Größe & Erscheinungsbild
Adulte Gyrinocheilus aymonieri können etwa 20–25 cm Körperlänge erreichen. Der Körper ist langgestreckt und kräftig gebaut.
Typisch ist das unterständige, zu einer Saugscheibe umgebildete Maul, mit dem sich die Tiere an Steinen, Wurzeln und anderen Oberflächen festhalten können.
Die Zuchtform „Gold“ besitzt eine gelbliche bis intensiv goldgelbe Körperfärbung. Je nach Tier können einzelne Bereiche etwas heller oder dunkler ausfallen. Die natürliche dunkle Seitenzeichnung der Wildform ist bei dieser Farbvariante meist stark reduziert oder kaum sichtbar.
Natürlicher Lebensraum & Herkunft
Die Wildform Gyrinocheilus aymonieri stammt aus Südostasien und kommt unter anderem in Thailand, Laos, Kambodscha und Vietnam vor.
Die Tiere besiedeln vor allem Flüsse und andere Gewässer mit gutem Sauerstoffgehalt und Wasserbewegung. Dort halten sie sich häufig auf Steinen und anderen festen Oberflächen auf und weiden Aufwuchs ab.
Bei „Gold“ handelt es sich um eine gezielt gezüchtete Farbform, die in dieser Ausprägung nicht natürlich vorkommt.
Lebensweise & Sozialverhalten
Junge Saugschmerlen sind häufig relativ friedlich und verbringen viel Zeit mit dem Abweiden von Oberflächen. Mit zunehmender Größe verändert sich das Verhalten jedoch oft deutlich.
Adulte Tiere können territorial werden und Artgenossen oder andere bodennah lebende Fische aus ihrem bevorzugten Bereich vertreiben. Auch gegenüber größeren, langsam schwimmenden Fischen können einzelne Exemplare aufdringlich werden.
Eine Haltung mit ruhigen, hochrückigen oder sehr langsamen Fischen ist daher nicht immer empfehlenswert. Für ein harmonisches Gesellschaftsaquarium sollten ausreichend Platz, Verstecke und geeignete Mitbewohner vorhanden sein.
Aquarienhaltung
Aufgrund der erreichbaren Größe ist langfristig ein Aquarium ab etwa 120 cm Beckenlänge empfehlenswert. Größere Becken bieten bei adulten Tieren deutlich mehr Möglichkeiten zur Revierbildung.
Das Aquarium sollte mit Steinen, Wurzeln und robusten Pflanzen strukturiert werden. Freie Schwimmflächen und mehrere voneinander getrennte Rückzugsbereiche sind sinnvoll.
Eine gute Filterung, deutliche Wasserbewegung und eine hohe Sauerstoffversorgung kommen der Art entgegen. Regelmäßige größere Wasserwechsel unterstützen stabile Wasserwerte.
Wasserparameter
- Temperatur: 22–28 °C
- pH-Wert: 6,0–7,5
- Härte: weich bis mittelhart, auch etwas härteres Wasser wird meist gut vertragen
Ernährung
Junge Gyrinocheilus aymonieri nehmen gerne Algenaufwuchs, Biofilm und pflanzliche Nahrung auf. Mit zunehmendem Alter wird die Ernährung jedoch deutlich vielseitiger.
Geeignet sind hochwertige sinkende Trockenfutter und Granulate, Algen- und Spirulinafutter sowie pflanzliche Futtertabletten. Auch überbrühtes Gemüse wie Zucchini kann angeboten werden.
Ergänzend sollten regelmäßig Frostfutter wie Artemia, Cyclops, Daphnien oder Mückenlarven sowie geeignetes Lebendfutter gefüttert werden.
Die Tiere sollten nicht ausschließlich von den im Aquarium vorhandenen Algen leben müssen. Besonders größere Exemplare benötigen eine gezielte und abwechslungsreiche Fütterung.
Besonderheiten
Gyrinocheilus aymonieri „Gold“ wird aufgrund seines Saugmauls und seines Verhaltens als Jungtier häufig als Algenfresser angeboten. Die Art sollte jedoch nicht als reine „Putzhilfe“ betrachtet werden.
Mit zunehmendem Alter nimmt die Bedeutung von Algenaufwuchs als Nahrung häufig ab, während die Tiere kräftiger und territorialer werden können. Die mögliche Endgröße und das Verhalten adulter Tiere sollten daher bereits beim Kauf berücksichtigt werden.
Die goldene Farbform ist besonders auffällig und setzt sich in bepflanzten Aquarien deutlich vom Hintergrund ab.
- Maximale Größe: ca. 20–25 cm
- Herkunft: Wildform aus Südostasien; „Gold“ ist eine Zuchtform
- Besonderheiten: goldgelbe Farbform, kräftiger Aufwuchsfresser, als Jungtier guter Algenweider, im Alter teilweise territorial, benötigt ein größeres und gut strukturiertes Aquarium
Steckbrief zum Gyrinocheilus aymoineri Gold
| Herkunftsland | |
|---|---|
| Länge in cm | |
| Nahrung | |
| Schwarmgröße | |
| Aufenthaltsbereich | |
| Temperatur in °C | |
| Wildfang oder Nachzucht? | |
| Größe der Tiere |
